Die HAPIMAG Residence Paguera, an einer Bucht östlich des Ferienortes Peguera im Südwesten Mallorcas gelegen, ist der ideale Ausgangspunkt um diese Region zu erwandern.
Die Aldeas des Don Pedro Otzoup
Wir gehen weiter bis zum Kreisverkehr (eine detaillierte Wegbeschreibung ist bei der Karte unten) und dann links hoch durch den Wald zu den sehenswerten Aldeas der Cala Fornells. Diese wurden in den Jahren nach 1972 vom Architekten Don Pedro Otzoup geplant und gebaut. Damit hat der 1917 in Petrograd geborene Architekt einen eigenen „Mittelmeerstil“ geprägt. Bis zu seinem Tod 2000 in Andraitx sollten noch viele Villen auf Mallorca folgen. Seine Entwürfe zeichnen sich durch die Verwendung alter Steine in Trockenmauertechnik, silbergrauer Balken und verschnörkelter Balkone und Veranden aus, die von Waldrebe und Bougainvillea überwuchert werden. Romantik pur!
Aufgelassener Kalkofen
Auf der Höhe des Cap Andritxol angekommen, schweift der Blick von Palma im Osten bis zur Insel Dragonera im äußersten Westen Mallorcas. Wir wandern durch einen lichten Wald von Pinien, wilden Olivenbäumen und Mastixsträucher. Die Trockenheit des steinigen Bodens und die exponierte, sonnige Lage vertragen nur wenige Pflanzen. Der Weg bis zur Spitze des Cap zieht sich in die Länge, belohnt uns aber mit einem spektakulären Blick in schwindelnde Tiefen auf Felsen und tosendes Meer.
Torre del cap Andritxol: Piraten in Sicht?
Die Balearen gehörten im 16. Jhdt. bereits seit dreihundert Jahren wieder zum Königreich von Aragon, während Andalusien auf dem spanischen Festland noch arabisch war. Die arabischen Piraten im Mittelmeer starteten ihre Raubzüge zwar von Häfen der Nordküste Afrikas, standen aber unter dem Schutz des Kalifen von Cordoba, dem sie dafür sicher auch Tribut zahlten. Ziel der Piraten waren vor allem unbefestigte, kleinere Siedlungen an der Küste, wo sie die gefangenen Einwohner verschleppten und auf den Sklavenmärkten Afrikas verkauften. Andere Reichtümer waren dort ja nicht zu holen. Zum Schutz der Küste bestimmte J. Binimelis im Auftrag der Krone die optimalen Standorte der Wachtürme so, dass sie nicht nur das Meer sondern auch abgelegene Buchten überblickten. Die Türme kommunizierten untereinander durch Spiegel und Leuchtfeuer, um zu warnen oder Hilfe herbeizurufen. Die meisten dieser Türme existieren noch heute und wurden schon zu Zeiten Ludwig Salvators wieder restauriert.
Wir sind froh in besseren Zeiten zu leben und genießen den friedlichen Rückweg nach Peguera, um in einem der Strandcafés noch einen Sangria zu schlürfen.