- Istrien, das grüne Herz Europas
- Opatija, Nostalgie und Sachertorte
- Pula, römische Provinzstadt
- Rovinj, die Erhabene an der Adria
Wer Istrien besucht, für den ist die Stadt auf der Felseninsel einer der Höhepunkte der Reise – für Augen und Ohren, für Seele und Gemüt – ein Traum am Meer!
Die wechselvolle Geschichte Rovinjs
Als „Castrum Rubini“ war Rovinj Teil des oströmischen Reiches, wurde später von den Langobarden aus Ravenna beherrscht und fiel dann an die Franken unter Karl dem Großen, ehe es ab 1283 seine Blütezeit unter der Herrschaft Venedigs erlebte.
Davon erzählt uns Maria, als sie uns am Pier erwartet. Unser Stadtbummel beginnt am „Trg Valchibora“, wo die Händler neben Obst und Gemüse Spezialitäten aus ganz Istrien anbieten. Neben den farbenfrohen Ketten aus Peperoni und Knoblauch vor allem eingelegte Trüffel und frische Steinpilze – von beidem nehmen wir welche für unsere Spaghetti heute Abend mit.
Durch ein paar Gassen führt uns Maria zur „Grisla“, der Gasse mit den Kunst- und Antiquitätenläden. Eine wahre Fundgrube für Alles und Schönes aber auch für Kitsch und Trödel. Fotomotive sind das zum Leidwesen der Verkäufer in jedem Fall.
Eine Heilige beschützt die Fischer von Rovinj
Euphemia von Chalkedon war die Tochter eines oströmischen Senators in Konstantinopel und wurde als bekennende Christin zu Tode gefoltert. Ihr Sarkophag wurde um 800 von Konstantinopel nach Rovinj überführt, um die Reliquien der Heiligen vor Arabern und Bulgaren in Sicherheit zu bringen, die das byzantinische Reich und seine Hauptstadt bedrängten. Die heutige Kirche wurde aber fast tausend Jahre später errichtet.

Von hier grüßt uns die Bronzestatue der Heiligen auf der Spitze des Campanile zum letzten Mal. Hatte sie heute Morgen noch nach Westen auf’s Meer geblickt und die Fischer mit ihrem Segen begleitet, schaut sie jetzt nach Nordosten und kündigt für Morgen die kalte Bora an. Da werden die Fischer zu Hause bleiben. Einer Heiligen, die als Wetterhahn dient, muss man wohl gehorchen.
