Ende Juni Anfang Juli macht der Kirschenweg seinem Namen alle Ehre. Nicht nur dass die Bäume voller hell und dunkelroter Früchte hängen, die Bauern verkaufen ihre Ernte auch frisch gepflückt direkt am Wegesrand.
Von Wannbach über den Dietrichstein zum Keller

Als wir ostwärts die Hauptstraße überqueren, und den schmalen Fahrweg bergauf nehmen, kommen wir an alten Rüben- und Kartoffelkellern vorbei. Im Gegensatz zu den Bierkellern fehlen hier die Bänke und Tische für das Feierabendbier. Durch kühlen Wald erklimmen wir den Alprand und halten uns auf dem schmalen Sträßchen links bis rechts der Weg zum Dietrichstein abgeht.
Vor tausend Jahren vom Geschlecht der Wolf als Fliehburg erbaut, erkennt man noch den Graben, der den Felssporn von der Waldfläche trennt. Gegenüber führen Reste einer schmalen Steintreppe am Bergfried vorbei zum Aussichtspunkt. Der Ausblick über Pretzfeld hinweg (dort hatten die Herren vom Dietrichstein ihr Wohnschloß) bis hin zur Vexierkapelle ist fantastisch!

Pretzfeld und seine Rokokokirche St.Kilian
Auch wenn es keine Beweise dafür gibt, wurde die erste Kirche schon zu Zeiten Karls des Großen zur Bekehrung der slawischen Wenden gebaut. Der Würzburger Bischof zu St.Kilian hatte dazu einen kaiserlichen Auftrag. Heute kann Pfarrer Marcus Wolf in einem Kleinod Gottesdienst halten, das ebenfalls dem heiligen St. Kilian geweiht wurde.
Wir halten uns westlich der Trubach und wandern über Hagenbach zurück nach Wannbach. Man kann sich kaum vorstellen, dass hier vor zwei Wochen ein Starkregen alles unter Wasser gesetzt hatte. Wer jetzt durstig und hungrig ist oder übernachten möchte, ist im Gasthaus Mühlhäuser in Wannbach gut aufgehoben.
Weitere Informationen beim Fränkische-Schweiz-Verein Pretzfeld. Auskunft zur Entehung des Kalktuffs, an dem wir zu Beginn unserer Wanderung hochsteigen, gibt folgende Schautafel: