Vom dezent mondänen alten Hafen von Ascona zur ersten Kommune auf den Berg der Wahrheit. Schöne Aussichten auf Ascona und den Lago Maggiore sowie interessante Geschichten.
Vom alten Hafen zum Monte Verità
Das heißt nicht, dass in Ascona nur ältere Privatiers Urlaub machen. Im Gegenteil, wir waren erstaunt, wie viele Familien mit kleinen Kindern im „El Giardino“ ein paar Tage Auszeit nehmen. Wir waren dort für eine Verwöhnwoche mit täglichem Spa , Massage, Sauna, Sonnenbad und wie man sich sonst noch aufpolieren lassen kann. Einfach herrlich! Natürlich sind bei einem Schweizer Fünfsterne Ressort Zimmer, Restaurant, Lounge, Garten, Pool und alles andere makellos und charmant, aber den großen Unterschied machen hier die Gastgeber. Damit meine ich nicht nur die Besitzer oder den Geschäftsführer, sondern alle – von der Rezeption und dem Restaurant bis zum Barmann und natürlich die netten Damen aus dem Spa.

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„Lustvoll, lebensfroh und verführerisch…wie es nur die Gärten des Südens sind.“
Auf dem Berg der Wahrheit
Oben sehen wir das ehemalige Hotel Seramis in rostrot zwischen den Bäumen leuchten, deren Fenster spitz zulaufen. Nach einem kurzen Stück an der Straße entlang nehmen wir den kleinen Fußweg und die Treppen rechter Hand und kommen zum Russenhaus. Das Gartenhäuschen ist eine „Licht-Luft-Hütte“ von den es Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts mehrere gab, in denen Emigranten wie z.B. russische Intelektuelle und Anarchisten ein ausschweifendes, freies Leben führten.
Etwas oberhalb ist die Casa Anatta durch ein hässliches Zeltdach vor den weiteren Verfall geschützt worden. Was heute ein verwahrlostes altes Holzhaus, verborgen hinter dichtem Gestrüpp ist, war das 1902 gebaute Wohnhaus der Gründer dieser Aussteigerkolonie. Der reiche Fabrikantensohn Henri Oedenkoven aus Antwerpen hatte kurz vorher im Luftkurort Bled (Slowenien) die mehr als zehn Jahre ältere und nicht standesgemäße Münchner Pianistin Ida Hofmann kennen und lieben gelernt. Sie entschlossen sich, der feinen Gesellschaft den Rücken zu kehren und kauften 1900 den Hügel oberhalb Asconas, mit dem Ziel, dort eine Naturheilanstalt für Vegetarier zu gründen.
Ihnen schloss sich neben vielen anderen der Künstler Gusto Gräser an, der vorher in der Himmelhof Kommune des Lebensreformers Karl Diefenbach prägende Erfahrungen gesammelt hatte. Sein Gemälde „Der Liebe Macht“ stellt den Umbruch von einer in Selbstzerstörung endenden Industriewelt zu einem künftigen Leben im Einklang mit der Natur in symbolischen Bildern dar und visualisiert die Philosophie des Monte Verità.
Teehaus und Teegarten
Vor zehn Jahren wurde das viel ältere Haus der Loreley in ein Teehaus umgestaltet, um für japanische kulturelle Anlässe, wie der wöchentliche rituelle Teezeremonie, den passenden Rahmen zu bieten. Der gegenüberliegende Zen Garten befindet sich oberhalb der Teepflanzung und wurde nach dem Vorbild Jomyoji in Kamakura gestaltet.
Das Goldflammende Rad des ehemals in Locarno schaffenden Künstlers Hans Arp auf der Wiese vor dem Hotel öffnet den Blick auf Palmen und die Berge über Ronco. Spannender aber ist der bunte Pfad, Chiara’s Regenbogen, der die besonderen geomantischen Eigenschaften des Kraftortes Monte Verità visualisiert und alle Sinne anregen will. Untersuchungen zum Zusammenhang zwischen körperlicher und geistiger Gesundheit der Bewohner und der tellurischen Charakteristik ihres Habitats identifizierten die Knoten im Netz des gemessenen elektromagnetischen Feldes (Hartmanngitter).
Um die Erregung auf verschiedenen Ebenen ihres Bewusstseins zu fühlen, sollen Besucher auf dem Regenbogen in ruhiger, friedvoller Stimmung wandeln. In der Erfahrung der verschiedenen Himmelsrichtungen, der farbigen Abschnitte des Regenbogens, soll man sein inneres Gleichgewicht, die Mitte des Mandalas erreichen.
Der Pfad ist Chiara gewidmet, die aus der Ferne ihren Regenbogen als eine Brücke des Lichts zwischen Himmel und Erde spannt.
Kunst, Kitsch und indische Küche
Wir entscheiden uns für das kulinarische Abenteuer mit indischer Küche. Davide Ferraris, der Gastgeber der Giardino Lounge, führt uns ein in Tandoori und Curries mit exotischen Gewürzen, Düften und Farben.
Das sollten Sie sich nicht entgehen lassen!

+41 (0)91 791 89 00 | www.giardino-lounge.ch
„Jagpreet Singh Alang verwöhnt Sie mit Gerichten aus der Indischen Küche.“